Wenn im Mai der Teufel auf Schneeweißchen und Rosenrot trifft, dann ist jedem eingefleischten Pferdefan klar, es ist Himmelfahrt und der Reiterhof Schreiber veranstaltet sein traditionelles Hausturnier.

Dieses Jahr standen auf dem Turnier ganz besonders die jungen Reiterinnen und Reiter im Vordergrund.

Es gab zwar eine E- und A- Dressur sowie ein E-Springen, aber der Hauptteil der Prüfungen bestand aus Aufgaben, die speziell auf die jungen Reiter abgestimmt waren.

So gab es Reiterwettbewerbe mit und ohne Galopp. Apfelreiten ohne Apfel (die hatten die Pferde in einem unbeobachteten Moment gefressen). So wurden spontan die Kartoffeln aus der Küche zweckentfremdet. Beim Kartoffelreiten bestand die Aufgabe darin, die Kartoffeln zu nehmen, im Slalom durch die Bahn zureiten und sie dann nach und nach in immer kleinere Behälter zu werfen. Wer daneben geworfen hatte, bekam Strafsekunden, am Ende gewann der schnellste Teilnehmer.

In einer weiteren Prüfung sollte man eine in einem Verkehrskegel befindliche Reitgerte greifen, im Slalom durch die Bahn reiten, ohne die Gerte zu verlieren und anschließend die Reitgerte in einen zweiten Kegel einstecken / einfädeln. Auch hier ging es um die schnellste Zeit.

Dass es bei den kleinen Reitern noch hauptsächlich um Spaß rund um das Motto „dabei sein ist alles“ geht, konnte man feststellen, als sich die Teilnehmer nach der Prüfung einig waren,  es ist doch gar nicht so schlimm, nicht den ersten Platz gemacht zu haben. Die blaue und die grüne Schleife sind doch viel schöner als die Gelbe (goldene Schleife).

Auch ein Geschicklichkeitsparcours stand auf dem Plan, hier wurde Paarweise geritten.  Die Reiter sollten mit ihrem Pferd / Pony zu einem Hindernisständer reiten, dort vom Pony aus einen mit Wasser gefüllten Becher von einem Hindernisständer nehmen, quer durch die Bahn reiten und den gefüllten Becher auf der anderen Seite wieder auf einem Hindernisständer abstellen.

Wer jetzt denkt, das ist doch leicht, dem sei gesagt, selbst einer erfahrenen Reiterin (die hier nur Einsprang weil die eigentliche Reiterin kurzfristig ausfiel) musste geholfen werden. Erklärung: Einerseits muss man das Pony so „parken“ das man gut an den Wasserbecher kommt  ohne ihn umzukippen, andererseits muss man aber auch „aufs Gas drücken“ da es auch hier um die schnellste Zeit geht. Hilfe wurde daher an den kritischen Punkten geleistet, hier wurden die Ponys kurz festgehalten, damit die Reiterin / Reiter den Wasserbecher hochheben und am anderen Hindernisständer wieder abstellen konnte.